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Glossar
Fachbegriffe rund um Ton, Brand und keramische Böden — kurz erklärt.
B
- Bodenfliesen
- Bodenfliesen sind keramische Platten, die im Innen- wie Außenbereich verwendet werden. Der Begriff „Fliese“ wird auch für Naturstein, Glas, Teppich usw. genutzt, um Bauteile ähnlicher Form zu klassifizieren.
- Bodengrafik
- Mit nach Farbe oder Form unterschiedlichen Bodenfliesen können durch gezielte Kombination Bodengrafiken gelegt werden. Attenberger Bodenziegel bietet Ihnen hierzu ein breites Spektrum an Farbtönen sowie Sonderformen nach Wunsch.
- Bodenziegel
- Aus tonhaltigem Lehm gebrannte Platten, die hinsichtlich Format, Brennweise und Oberfläche zur Nutzung als Bodenbelag in Innen- oder Außenräumen geeignet sind.
- Brennen
- Die geformten, vorgetrockneten Lehmziegel werden in einem Brennofen gebrannt. Je nach Temperatur und Brenndauer erhalten Attenberger Bodenziegel dabei ihren unverwechselbaren Farbton sowie die erforderliche Festigkeit.
- Brennofen
- Das Brennen von Attenberger Bodenziegeln vollzieht sich in einem Herdwagenofen bei rund 1000 °C. Im Gegensatz zu den traditionellen Meileröfen verfügen moderne Brennöfen über ausgefeilte Steuerungsmechanismen, die eine rationelle und flexible Produktion begünstigen.
C
- Cotto
- Cotto oder Terrakotta (nach ital. terra cotta, „gebrannte Erde“), in anderer Schreibweise Terracotta, wird als Materialbezeichnung für gebrannte, unglasierte Tonobjekte wie Gefäße, Plastiken und Baukeramik verwendet, gelegentlich auch als Benennung für einen warmen, erdigen Farbton. Attenberger Bodenziegel unterscheiden sich von den handelsüblichen Terrakotta-Fliesen durch die mineralogische Zusammensetzung des Tons, die durch eine besonders schonende Tonaufbereitung sichtbar bleibt.
D
- Dickbett
- Die klassische Verlegemethode von Natursteinen ist das Ansetzen im Dickbett. Mit der Dickbettmethode können Unebenheiten im Untergrund ausgeglichen werden. Sie setzt einen haftfähigen Untergrund voraus, evtl. saugende Untergründe müssen vorgenässt werden.
F
- Fliese
- Wand- und Bodenplatten in der Regel aus Steinzeug bzw. Steingut, selten auch aus Glas, Stein, seit M. 20. Jh. auch aus Kunststoff; Wandfliesen meist mit farbiger, musterbildend dekorativer Glasur, Bodenfliesen unglasiert, auch in muster- und reliefbildenden Techniken bis zur Sinterung gebrannt, sehr hart, säure- und frostbeständig; s. auch Kachel
- Fugenmörtel
- Baustoff, der aus einem Bindemittel, Zuschlagstoffen (z. B. Sand) und Ansatzwasser besteht. Durch Einbringen in die Zwischenräume der Bodenziegel festigt sich die Verlegung und die Oberfläche des Ziegelbodens wird geschlossen. Durch Abbinden oder Trocknen härtet der Fugenmörtel aus.
H
- Handschlag
- Ziegel werden seit Jahrtausenden auch von Hand geformt, indem Lehm in einen oben und unten offenen Formrahmen oder nur oben offenen Kasten gepresst, das überstehende Material abgestrichen und dann die Form gestürzt wird – dies ergibt die Handschlagziegel, die als sichtbares Merkmal typische Quetschfalten aufweisen.
- Handstrichziegel
- Hergestellt wie Handschlagziegel, jedoch mit gestrichener Oberfläche.
K
- Keramikfliese
- Keramikfliesen sind feinkeramische Platten, die als Wandverkleidung im Innen- wie Außenbereich und als Bodenbeläge verwendet werden.
- Klinker
- Klinker sind Ziegelsteine, die unter so hohen Temperaturen gebrannt sind, dass eine glasartige Oberfläche entsteht. Klinker nehmen kaum Wasser auf und sind sehr widerstandsfähig. Der Name rührt daher, dass sie beim Zerschlagen einen hellen Klang haben.
- Körnung
- Der häufigste Zuschlagstoff für Mörtel, Sand, gibt ihm eine bestimmte Körnung. Die Korngröße des Sandes liegt in der Regel bei bis zu 4 mm.
- Kreuzfuge
- Das rechtwinklige Aufeinandertreffen von 4 Zwischenräumen beim Fliesen nennt man Kreuzfuge. Neben der Kreuzfuge kommt bei Attenberger Bodenziegel regelmäßig auch das Verlegen im Halbverband zur Anwendung sowie weitere Kompositionen mit Sonderformaten.
L
- Lehm
- Lehm ist eine Mischung aus Sand (Partikel > 63 μm), Schluff (Partikel > 2 μm) und Ton (Partikel < 2 μm). Er entsteht entweder durch Verwitterung aus Fest- oder Lockergesteinen oder durch die unsortierte Ablagerung der genannten Bestandteile. Er stellt einen der ältesten Baustoffe der Welt dar. Man unterscheidet je nach Entstehung Berglehm, Gehängelehm, Geschiebelehm (Gletscher), Lösslehm (Löss) und Auenlehm (aus Flussablagerungen).
- Lehmziegel
- Ein Lehmstein oder Lehmziegel ist ein ungebrannter künstlicher Stein oder Ziegel aus Lehm, der im Lehmbau benutzt wird. Seine Herstellungsmethoden sind Jahrtausende alt. Attenberger Bodenziegel werden im Gegensatz dazu bei hohen Temperaturen gebrannt.
M
- Meiler
- In der traditionellen Herstellung wurden die Ziegelformen nach Pressung und Trocknung der Ziegel an der Luft in einem sogenannten Meiler aufgeschichtet. Dabei wurde zwischen die Ziegel Kohle, Holz oder Torf eingefügt. Der Meiler wurde abschließend mit Lehm und Ziegeln minderer Qualität abgedeckt und nach ca. 14 Tagen war der Brennvorgang abgeschlossen. Anschließend wurden die fertig gebrannten Ziegel nach der Qualität sortiert (die äußersten Ziegel waren kaum gebrannt).
- Mittelbett
- Diese Verlegemethode stellt eine Kombination von Dick- und Dünnbetttechnik dar und wird hauptsächlich bei der frostfesten Verlegung von Fliesen auf Freiflächen eingesetzt. Dabei wird Klebemörtel auf den Boden aufgezogen und durchkämmt. Zusätzlich ist der Auftrag einer etwa zentimeterdicken Mörtelschicht auf der Rückseite der Fliese erforderlich, wodurch eine vollflächige Haftung der Fliesen am Boden erzielt wird.
- Motivziegel
- Motivziegel (auch „Feierabendziegel“) sind spezielle Ziegel, die mit Mustern, Texten, Grafiken oder Ornamenten verziert werden.
- Muschelkalk
- Muschelkalk aus gewaschenen und gebrannten Seemuscheln wird für bestimmte zementfreie Mörtelrezepturen als Bindemittel verwendet.
N
- Naturstein
- Als Naturstein oder Naturwerkstein bezeichnet man im Baugewerbe natürlich vorkommende Steine, die meistens in Steinbrüchen oder Kiesgruben gewonnen werden, aber auch an der Erdoberfläche aufgesammelt werden. Im Gegensatz dazu stehen die vom Menschen hergestellten Werksteine, zum Beispiel Ziegelsteine.
O
- Oxidierender Brand
- Oxidation ist die Verbindung von Sauerstoff mit einem anderen Element. Bei diesem Brennvorgang wird Luft zugeführt. Somit herrscht im Ofen eine oxidierende Atmosphäre. Das im Ton enthaltene Eisen oxidiert, und es bildet sich das Eisenoxid Hämatit. Dadurch erhalten die Bodenziegel die typisch ziegelrote Farbe.
P
- Pflaster
- Als Pflaster wird ein Belag für Wege, Straßen und Plätze bezeichnet, der aus einzelnen Elementen wie Natursteinen, Betonpflastersteinen, Verbundsteinen, Klinkern oder Holzscheiben besteht.
R
- Reduzierender Brand
- Reduktion ist die Entziehung von Sauerstoff aus einer chemischen Verbindung. Bei einem Brennvorgang wird die Luftzufuhr zum Brennofen gedrosselt. Somit herrscht im Brennraum Sauerstoffmangel. Den im Ton enthaltenen Eisenoxiden wird Sauerstoff entzogen. Es entsteht Magnetit, welches die Bodenziegel von braun bis gräulich und schwärzlich färbt.
- Rohdichte
- Die Rohdichte ist die Dichte eines porösen Festkörpers basierend auf dem Volumen einschließlich der Porenräume. Im Vergleich zu industriell gefertigten Bodenfliesen im Strangpressverfahren werden Attenberger Bodenziegel mit geringerem Druck geformt. Die Folge ist ein höheres Poren-Volumen, das den Ziegel leicht und warm macht und trotzdem die erforderliche Festigkeit garantiert.
S
- Sandbett
- Für Kirchen und Kellergewölbe eignet sich zur Verlegung von Attenberger Bodenziegeln auch die Sandbett-Methode. Dabei werden 3–5 cm starke Bodenziegel in ein dickes Bett aus feinkörnigem Sand gelegt, die Fugen am Ende mit Sand gefüllt. Achten Sie darauf, dass das Sandbett von einem ausreichend verdichteten Untergrund unterfüttert ist.
- Sediment
- Als Sediment – von lat. sedimentum (Bodensatz) – werden abgelagerte, in der Regel unterschiedlich große Teilchen bezeichnet, die sich zuvor in einer ungeordneten Bewegung befanden. Bei der Produktion von Attenberger Bodenziegel werden die im Rohstoff Ton enthaltenen Ablagerungen weitgehend erhalten.
- Seeton
- Wasserburger Ton: Der Grundfarbton ist beige, je nach Brand mit altrosa, rotbraunen und graugrünen Tonfarben versetzt. Die feinkörnigen Ablagerungen des »Rosenheimer Seetons« werden bereits seit der Römerzeit als Ziegelrohgut verwendet. Sie bildeten sich nach dem Ende der Eiszeit und dem Abschmelzen eines Gletschers vor ca. 10.000 Jahren im Rosenheimer Stammbecken, einem riesigen urzeitlichen Seegebiet. Daraus entstanden später Moorgebiete, die für die flache Landschaft zwischen Raubling, Bad Aibling und Bad Feilnbach verantwortlich sind, und sich für den Tonabbau eignen. Auch eine Ziegelproduktion war früher hier angesiedelt.
- Strangpresse
- Das Strangpressen ist ein spanloses Umformverfahren zum Herstellen verschiedenster Produkte. In diesem industriellen Verfahren wird ein auf Umformtemperatur erwärmter Pressling (Block) mit einem Stempel durch eine Matrize gedrückt. Stranggepresste Fliesen und Ziegel besitzen eine hohe Rohdichte und eine sehr glatte Oberfläche.
T
- Terrakotta
- Terrakotta (nach ital. terra cotta, „gebrannte Erde“), in anderer Schreibweise Terracotta, wird als Materialbezeichnung für gebrannte, unglasierte Tonobjekte wie Gefäße, Plastiken und Baukeramik verwendet, gelegentlich auch als Benennung für einen warmen, erdigen Farbton.
- Ton
- Ton als Bodenart bezeichnet Mineralkörner natürlichen Ursprunges mit einer Korngröße von < 2 μm. Mineralogisch handelt es sich dabei oft − aber nicht ausschließlich − um Tonminerale. Ton wird vorwiegend zur Herstellung von Ziegelsteinen und Dachziegeln sowie zur Keramik-Fertigung verwendet. Mit Kalkstein und anderen Zusätzen vermischt, dient Ton auch zur Zementherstellung.
- Tonminerale
- Als Tonminerale bezeichnet man wasser- und hydroxidhaltige Alumosilikate mit geringen Mengen an Magnesium, Eisen, Natrium, Kalium und Calcium. Sie kommen als feinkörnige Minerale in der Tonfraktion (Korngröße < 2 μm) vor. Tonminerale entstehen an der Erdoberfläche durch Verwitterung von Silikatmineralen, bilden sich aber auch während der Diagenese, der Umwandlung eines Locker- in ein Festgestein, wo das Auftreten bestimmter Tonminerale als Anzeiger für den Diagenesefortschritt verwendet werden kann. Der überwiegende Teil der Tonminerale gehört zur Mineralklasse der Silikate und der Gruppe der Schichtsilikate.
Z
- Ziegel
- Der Ziegel (auch Ziegelstein oder Backstein) ist der älteste künstliche Mauerstein. Es ist ein keramischer Werkstoff: Er wird aus tonhaltigem (fettem) Lehm gebrannt. Im weiteren Sinn werden auch Lehmziegel, die durch Trocknen von geformtem Lehm gewonnen werden, als Ziegelsteine bezeichnet.
- Ziegelboden
- Bodenbelag aus plattenförmigen Ziegeln im Innen- oder Außenbereich.
- Ziegelöl
- Harzhaltiges Hartöl aus Leinölfirnis, Balsamterpentinöl, Tungöl und Kolophoniumharz zur Grundierung von Attenberger Bodenziegeln.
- Ziegelpflaster
- Bodenbelag im Außenbereich aus hartgebrannten, frostfesten Ziegeln. Ziegelpflaster werden im Sandbett oder Mörtelbett verlegt.